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Helferkreis Asyl

In allen Bundesländern, in allen Landkreisen und Gemeinden kommen immer noch Flüchtlinge an, die alles riskiert haben, um nach Europa zu gelangen. Das Thema Flucht und Asyl ist Teil gesellschaftlicher Diskussionen. Asyl ist in Deutschland ein von der Verfassung geschütztes Recht. Menschen, die aus anderen Teilen der Welt vor Gewalt, Krieg und Terror fliehen, sollen hierzulande Schutz finden.

Zwar hat das anfangs überwältigende Engagement und die große Solidarität mit Asylsuchenden nachgelassen, doch immer noch finden sich in Städten, Kommunen und kleinsten Orten Menschen zusammen, in denen die Situation der Flüchtlinge Empathie und der Wunsch zu helfen hervorruft.

Wie vielerorts entstand auch in Iffeldorf eine Willkommensinitiative, wo versucht wird, die klaffenden Lücken staatlichen Handelns zu füllen. Dahinter stehen quälende Wartezeiten im Asylverfahren, Anerkennungschancen, unzureichende Arbeitserlaubnis- und Integrationsprozesse, Familiennachzug und andere politische und rechtliche Fragen die einer Antwort bedürfen. Damit ehrenamtliches Engagement nicht aufgrund dieser Hürden ins Leere läuft, ist staatliches Handeln dringend erforderlich.

Den Helfern, die sich Tag für Tag unentgeltlich für Flüchtlinge einsetzen, muss unsere vollste Anerkennung und Bewunderung gelten. Als Gesellschaft müssen wir ihre unabkömmliche Arbeit wertschätzen und ihre Motivation stärken. Sie sind es, die Angela Merkels „Wir schaffen das!” in die Praxis umsetzen.

Gleichzeitig müssen die Risiken und Grenzen des ehrenamtlichen Engagements erkannt werden: Viele Helfer arbeiten bis zur eigenen Erschöpfung und übernehmen Aufgaben, die eigentlich professionelle Kräfte leisten müssten. Es darf kein Dauerzustand sein, dass der Staat Verantwortung und solch überfordernde Aufgaben auf die Zivilgesellschaft überträgt.

Der Iffeldorfer Helferkreis Asyl kümmert sich seit September 2015 darum, Menschen zu helfen, die vor Krieg und Not aus Ihrer Heimat geflohen sind. Wir setzen uns dafür ein, dass sich Asylsuchende für die Dauer ihres Aufenthalts bei uns in Iffeldorf sicher und angenommen fühlen und Unterstützung in ihrer Notlage finden.

Der Helferkreis arbeitet ehrenamtlich und ist weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden. Unsere Helfer betreuen, beraten, unterstützen und fördern die Asylbewerber. Wir arbeiten dabei eng zusammen mit der Gemeinde, dem Landratsamt, den Kirchen sowie sozial engagierten Organisationen. Wir informieren nicht nur über die Hintergründe der Flüchtlingsbewegungen, sondern engagieren uns, um die Grundlagen für ein friedliches Miteinander zu schaffen.

Der Helferkreis Asyl setzt sich aus Vertretern der Gemeinde, der Nachbarschaftshilfe, der Kirche, der Iffeldorfer Vereine und engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammen.  

Ansprechpartner und Koordinatorin Helferkreis Asyl:
Ria Markowski, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Iffeldorf e.V.

Zum „Willkommen-Heißen” von Asylsuchenden gehört es, jede Form von Rassismus zu widersprechen. Dazu braucht es breite zivilgesellschaftliche und staatliche Strukturen, die den Geflüchteten dauerhaft ein Leben in Sicherheit ermöglichen und sie in die Lage versetzen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Wir müssen dafür zu sorgen, dass diese Gäste unsere Nachbarn werden und bleiben und die Möglichkeit bekommen, aktiv und selbstbestimmt zu partizipieren und Neues zu schaffen. Ob der Aufbau einer solchen Ankommens Struktur gelingt, hängt vor allem von der Bereitschaft der Beteiligten ab, gemeinsam konstruktive Lösungen zu erarbeiten. Dafür ist eine breite Vernetzung notwendig – Verantwortliche der Verwaltung, der Bildungseinrichtungen, der Wirtschaft und der Politik müssen in die Pflicht genommen werden, um die Helfer zu unterstützen und zu entlasten.

Die Inklusion von Flüchtlingen kann nicht alleine durch die Arbeit der Helferkreise erfolgen, sondern sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir stehen erst am Anfang. Die große Herausforderung der Inklusion kann gelingen wenn wir gemeinsam dafür sorgen, dass die nächsten Jahre die Zeit des Ankommens werden.

Durch unser ehrenamtliches Engagement setzen wir ein Signal für mehr Interesse, Akzeptanz und Verantwortung zwischen den Iffeldorfer Bürgern und unseren neuen Mitbürgern, um so ein harmonisches Miteinander und Zusammenleben zu bewirken.

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