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Wahlen

Es gibt verschiedene Arten von Wahlen, bei denen Bürger ihre Stimme abgeben können: Kommunal- und Europawahlen, Bundestagswahl, Landtagswahl, Bürgermeisterwahl, Volksabstimmungen und Bürgerentscheide.

Steht eine Wahl bevor, erhalten alle wahlberechtigten Bürger spätestens drei Wochen vor der Wahl per Post eine Wahlbenachrichtigung. Der Ort und die Zeit der Wahl werden darin bekannt gegeben. Die Wahlbenachrichtigungskarte sollten Sie mit zum Wahllokal nehmen und auf Verlangen müssen Sie sich ausweisen können (Personalausweis oder Reisepass). Dann erhalten Sie von den Wahlhelfern die amtlichen Wahldokumente.

Selbstverständlich können Sie auch per Briefwahl wählen. Dafür benötigen Sie einen Wahlschein. Diesen Wahlschein erhalten Sie mit den Briefwahlunterlagen zusammen in der Gemeindeverwaltung Iffeldorf. Voraussetzung für die Ausstellung eines Wahlscheins ist, dass Sie

- für die betreffende Wahl wahlberechtigt sind und
- im Wählerverzeichnis eingetragen sind.

Kommunalwahl

Alle sechs Jahre werden in den Gemeinden des Landes die Gemeinderäte und gegebenenfalls die Ortschaftsräte sowie in den Landkreisen die Kreisräte gewählt.

Wahlberechtigt ist, wer

  • am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist
  • seit mindestens drei Monaten den Hauptwohnsitz in der Gemeinde hat
  • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist
  • im Wählerverzeichnis der Gemeinde geführt wird.

Ergebnisse der Kommunalwahl 2014
Amtliche Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl 2014

 

Europawahl

Die Europawahl dient der Bestimmung der Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Es ist das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union und setzt sich aus den Vertretern der 28 Mitgliedsnationen zusammen. Auf Deutschland entfallen 96 von insgesamt 751 Abgeordnetensitzen. Die Europawahl findet alle fünf Jahre statt. Anders als bei der Kommunalwahl dürfen nur volljährige Bürger der EU wählen.

Das Wahlverfahren richtet sich nach dem Europawahlgesetzt und nach der Europawahlordnung, nach denen die Vertreter/innen aus Deutschland ihr Mandat nach dem Prinzip der Verhältniswahl mit Listenwahlvorschlägen erhalten.

Die nächsten Europawahlen werden im Frühjahr 2019 und die nächsten Kommunalwahlen im Jahr 2020 stattfinden.

Ergebnisse der Wahl am 25. Mai 2014 unter www.europawahl2014.bayern.de

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden alle vier Jahre im Rahmen der Bundestagswahl gewählt. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.  Es gilt dabei das Prinzip der personalisierten Verhältniswahl. Für die Kandidaten gibt es zwei Möglichkeiten, ein Bundestagsmandat zu erhalten und somit Mitglied des Bundestages zu werden:

  • Erststimme: Derjenige, der die meisten Erststimmen eines Wahlkreises erhält, wird automatisch in den Bundestag gewählt.
  • Zweitstimme: Ein Kandidat kann auch über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag gewählt werden. Mit der Zweitstimme wählt man nicht direkt eine Person, sondern eine Partei. Der prozentuale Anteil der Zweitstimmen bestimmt die Sitze der Partei im Bundestag. Allerdings muss eine Partei mindestens 5% der Zweitstimmen oder mindestens 3 Direktmandate erhalten, um in den  Bundestag einziehen zu dürfen.

Nach Artikel 38 des Grundgesetzes muss die Bundestagswahl „allgemein, frei, unmittelbar, gleich und geheim“ sein.

Vor der Wahl stellen die Union und die SPD einen Kanzlerkandidaten auf, der im Falle des Wahlsieges Bundeskanzler/in wird. 

Die nächste Bundestagswahl findet am 24.09.2017 statt.

Hier können Sie den Wahlschein herunterladen

https://serviceportal.komuna.net/9190179/wahlschein/start

 

Bei der Landtagswahl in Bayern werden die Mitglieder des Landtags mit Sitz in München gewählt. Welche Kandidaten gewählt werden und in den Landtag einziehen, entscheidet somit auch darüber, welche Parteien mit wie vielen Parlamentssitzen vertreten sind.  Im Landtag sitzen insgesamt 180 Abgeordnete. Die Legislaturperiode beträgt fünf Jahre.

Da die Landtagsabgeordneten den Ministerpräsidenten / die Ministerpräsidentin wählen, hat die Wahl der Landräte indirekt Einfluss darauf, wer Ministerpräsident/in von Bayern wird. Jede Partei stellt vor den Landtagswahlen einen Spitzenkandidaten auf.

Wahlberechtigt ist, wer

  • das 18. Lebensjahr vollendet hat,
  • seit mindestens drei Monaten den Hauptwohnung in Bayern hat oder sich sonst gewöhnlich dort aufhält,
  • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist und
  • im Wählerverzeichnis der Heimatgemeinde geführt wird.

Die nächsten Landtagswahlen werden im Herbst 2018 stattfinden.

Ergebnisse und Informationen zur Wahl unter www.bayern.landtag.de 

In Bayern wird der Erste Bürgermeister von den Bürgern einer Gemeinde direkt gewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Zur Wahl ist eine absolute Mehrheit der gültigen Stimmen notwendig. Erzielt keiner der Bürgermeisterkandidaten diese im ersten Wahlgang, kommt es zu einer Stichwahl der beiden Bewerber mit den meisten Stimmen. Die Rechtsgrundlage hierfür findet sich im Bayerischen Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG).

Der Erste Bürgermeister vertritt die Gemeinde nach außen, führt den Vorsitz im Gemeinderat und vollzieht seine Beschlüsse. Er hat im Gemeinderat volles Stimmrecht. In Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern ist der erste Bürgermeister Ehrenbeamter, wenn nicht der Gemeinderat spätestens am 90. Tag vor einer Bürgermeisterwahl durch Satzung bestimmt, dass der erste Bürgermeister Beamter auf Zeit sein soll. (Art. 34 BayGO).

Der Zweite Bürgermeister (und eventuell auch ein Dritter Bürgermeister, ehrenamtlich oder berufsmäßig) wird vom Gemeinderat aus seinen Mitgliedern gewählt. Die Bezeichnung in der Bayerischen Gemeindeordnung ist „ein oder zwei weitere Bürgermeister“ (Artikel 35).

Herr Hubert Kroiß wurde 2014 zum Bürgermeister der Gemeinde Iffeldorf gewählt. 
Amtliche Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl 2014

Die nächsten Bürgermeisterwahlen in Iffeldorf werden im Jahr 2020 stattfinden. 

Volksabstimmungen

Unter dem Sammelbegriff Volksabstimmungen versteht man drei verschiedene Formen der direkten Beteiligung des deutschen Volkes an politischen Entscheidungen:

Volksbegehren: Eine bestimmte Anzahl von Personen aus dem Volk zwingt die Regierung dazu, sich mit bestimmten Fragen/Problemen auseinanderzusetzen.
Volksbefragung: Das Volk wird über ein bestimmtes Thema befragt bzw. um eine Meinungsäußerung gebeten.
Volksentscheid: Dem Volk werden zwei oder mehrere Alternativen zur Abstimmung vorgelegt; die Entscheidung ist verbindlich.

Bürgerentscheide

Dem Volksentscheid entspricht auf kommunaler Ebene der Bürgerentscheid. Die Bürger in einer kommunalen Gebietskörperschaft (Gemeinde, Landkreis oder Bezirk) können über bestimmte Sachfragen, die die Kommune betreffen, in geheimer Wahl selbst entscheiden.

Wenn die Bürger durch eine Unterschriftenaktion eine bestimmte Mindestzahl erreichen (Bürgerbegehren), können sie einen Bürgerentscheid herbeiführen. Auch die kommunalen Vertreter (Gemeinderat, Kreisrat, Bezirksrat) können durch Mehrheitsbeschluss einen Bürgerentscheid zulassen.

Die zur Abstimmung gestellte Frage muss immer mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein.

Wahlhelfer gesucht! Für die Bundestagswahl am 24.09.2017

Wahlen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie.
In einem bevölkerungsreichen Staat wie Deutschland sind umfangreiche Arbeiten notwendig, um solche Wahlen zu organisieren, durchzuführen und Ergebnisse zu ermitteln.


Falls Sie daran interessiert sind, nicht nur Ihr Wahlrecht aktiv auszuüben, sondern auch als Wahlhelfer Demokratie „live“ mitzuerleben, melden Sie sich bitte im Rathaus Iffeldorf, Tel. 08856 90 19 92 -13 oder per Mail an gemeinde@iffeldorf.de
Sie müssen mindestens 18 Jahre alt und selbst wahlberechtigt sein, brauchen aber keinerlei Vorkenntnisse.

  • Prüfung der Wahlberechtigung
  • Ausgabe der Stimmzettel
  • Beaufsichtigung der Wahlkabinen und der Wahlurne
  • Eintragung des Stimmabgabevermerks in das Wählerverzeichnis
  • Sicherstellung des ordnungsgemäßen Ablaufs der Stimmabgabe (Wahlgeheimnis)
  • Auszählung der Stimmzettel ab 18:00 Uhr und Ermittlung des Wahlergebnisses für den jeweiligen Wahlbezirk


Alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bilden ein Team. Gemeinsam werden vor Wahlbeginn die Wahlkabinen und die -urnen aufgestellt, die Stimmzettel bereitgelegt und der Schichtdienst vereinbart.

Wahlhelfer, die in einem Briefwahlbezirk eingesetzt sind, zählen die Stimmen der Briefwähler und stellen auch dort das Wahlergebnis fest.

Je nach Funktion im Wahlvorstand übernehmen Wahlhelfer spezielle Aufgaben:

Wahlvorsteher
Der Wahlvorsteher leitet den Wahlvorstand, eröffnet die Wahlhandlung und verteilt die Aufgaben auf Schriftführer und Beisitzer. Er überwacht das Verfahren der Stimmabgabe und der Stimmenauszählung, stellt das Wahlergebnis des Wahlbezirkes fest und gibt dieses nach Ende der Wahlzeit im Wahllokal bekannt. Er sorgt für die Anfertigung der Niederschriften und die Abgaben der Wahlunterlagen an die Gemeinde.

Schriftführer
Der Schriftführer führt das Wählerverzeichnis und vermerkt darin die Stimmabgabe. Zudem fertigt er die Wahlniederschrift am Ende der Wahl an.

Beisitzer
Die Beisitzer geben Stimmzettel aus, beobachten den Wahlgang der Bürger und die Wahlkabinen, sortieren und zählen die Stimmzettel aus.
 
Für ihren Einsatz erhalten Wahlhelfer als Entschädigung ein Erfrischungsgeld, das je nach Bundesland und Wahl unterschiedlich hoch ausfällt.