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Die vielfältigen Eingriffe des Menschen in Natur und Landschaft haben den Lebensraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eingeschränkt. Die eigenen Lebensgrundlagen des Menschen nicht nur in der Gegenwart, sondern vor allem in der Zukunft, hängen von einem intakten, sich selbst erneuernden Naturhaushalt ab.

Naturschutzgebiet

Teile des Ostersee-Gebietes sind seit 1981 als Naturschutzgebiet geschützt. Zum Erhalt dieses einzigartigen geologischen und biologischen Naturerbes sind die Besucher gebeten, den Schutzbestimmungen Folge zu leisten.

Im Mai 1997 wurden die Osterseen als SPA- (europäisches Vogelschutzgebiet) und FFH-Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen. Im Jahr 2006 durch das bayerischen Umweltministerium mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet und erhielt das Prädikat „Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" und „Nationale Geotope" und hat in der naturwissenschaftliche Grundlagenforschung europaweite Bedeutung. 

Auf, dieses 1.086 Hektar umfassenden Areal machen rund ein Drittel die Oberflächen der insgesamt 19 Gewässer aus. 494 Hektar entfallen auf Hoch-, Nieder- und Zwischenmoore, 172 Hektar auf naturnahen Mischwald. Etwa fünf Prozent der Osterseenlandschaft bestehen aus Uferregionen, Verlandungsgebieten und Wiesen.

Geologische Vergangenheit

Iffeldorf liegt, geologisch gesehen, im süddeutschen Molassebecken, das sich während der Alpenentstehung als nördliche Vortiefe bildete und nach und nach durch den Erosionsschutt gefüllt wurde. Die Molasseablagerungen wurden im Laufe der folgenden Eiszeiten vielerorts mit frischen Geröllen und Kiesen überdeckt. Aus diesen Sedimenten ragen vereinzelt noch Molasserücken heraus, z.B. bei Dürnhausen und Aidling.

Das Gebiet ist von Lockersedimenten aus der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit, bedeckt.  Als vor ca. 12 000 Jahren aufgrund einer erneuten Klimaveränderung dieGletscher mit ihrem Rückzug begannen, brachen Eisblöcke unterschiedlicher Größe ab und blieben als Toteismassen inmitten von Geröllhalden liegen. Anfangs floss ein bedeutender Anteil der Schmelzwässer aus dem Isar-Loisach-Gletscher noch in Richtung des Starnberger-See-Beckens ab. Der mitgeführte Schutt füllte entstehende Zwischenräume des Toteises und baute Eisrandterrassen auf. Später flossen die Schmelzwässer weiter östlich Richtung Wolfratshausener Becken ab. Dadurch konnten die Toteismassen südlich des Starnberger Sees ungestört von Ablagerungen langsam abschmelzen. Es bildeten sich Toteislöcher - die Osterseen entstanden.

Geologische Sonderformen

Im Gebiet von Iffeldorf ist eine Reihe von geomorphologischen Sonderformen anzutreffen. Deren Entstehung und Vorkommen wird teilweise noch kontrovers diskutiert: 

  • Grundmoränen
  • Drumlins
  • Oser
  • Kames
  • Eisrandterrassen
  • Osterseenkarte 228 K

    Ein schneller Überblick für Parkplätze, Wanderwege, Badeplätze, Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten. Von Informationstafeln vor Ort, ist der Verlauf mehr oder weniger ausgedehnter Wanderrouten abzulesen. Badeplätze sind naturgemäß nur sehr wenige ausgewiesen.