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Quer durch die Gemeinde Iffeldorf

Unser Ort hat viele Facetten. Von glitzernden Seen, fruchtbarem Land, neugierigen Kühen bis hin zu quirligem Leben, mit Kunst, Genuß, Tradition und Freizeitspaß. Wir laden Sie ein zu einer Entdeckungsreise voller Abwechslung.

Die Osterseen

Der Name wird auf die der Himmelsrichtung Osten zurückgeführt. Die 19 Seen liegen wie glitzernde Perlen zu einer Kette aufgereiht inmitten von Wäldern und Mooren . Die vielen teilweise untereinander vernetzten Einzelseen werden auch als die "Tränen" des Starnberger Sees bezeichnet. Das Gefälle zwischen dem südlichsten der Osterseen und dem Starnberger See, in den ihr Wasser fließt, beträgt 10 Meter.

Die Seen beeindrucken durch ihre Wasserpflanzenvielfalt. Als botanische Besonderheit gilt der außerordentliche Reichtum an Wasserschlaucharten. Die Schilfränder und die Verbindungen zwischen den Seen sind Standorte von weißer See- und gelber Teichrose.

Die Naturidylle ist eine beliebte Wanderregion, ausgewiesene Badeplätze befinden sich am Ostufer des Großen Ostersees, am östlichen Breienauersee und an den Süd- und Ost-Ufern des Fohnsees (gebührenpflichtig). Die stimmungsvollsten Momente sind die Morgen- und Abendstunden mit der Melancholie des Nebels.

Der Ort

Die Farben weiß und blau, Oberbayern ist einfach ein Stück näher dran am Himmel. Erhabene Berge und sanft geschwungene Landschaften. Verspielte Seen, geheimnisvolle Flüsse, heilsame Quellen. 

Inmitten dieser wunderschönen Landschaft, liegt die Universitätsgemeinde Iffeldorf mit ihren rund 2.800 Einwohnern. Ausgezeichnet mit einer hervorragenden Infrastruktur durch die Autobahn A95 München – Garmisch und die Bahnanbindung München-Tutzing-Kochel.

Iffeldorf bietet eine sehr hohe Lebensqualität, mit Gastgebern, die echte Freude daran haben, ihre Gäste an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

Die wichtigsten Einrichtungen des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittelläden, Ärzte, Kindergarten, Grundschule, Banken, Restaurants usw., findet man direkt am Ort. Das große Freizeitangebot und die umliegende Natur verleihen der Gemeinde ihren hohen Erholungswert.

Die Tierwelt

Gekoppelt an die Vielzahl von auf engstem Raum vernetzten Biotopen weist das Naturschutzgebiet Osterseen eine artenreiche Fauna auf.

Durch Feucht- und Streuwiesen, große Wald- und Wasserflächen ist das Osterseengebiet ausgesprochen reich an Vogelarten.  Besondere Beachtung verdienen die in der Roten Liste verzeichneten: Grün- und Buntspecht, Haubentaucher. Im Bereich der Röhrichte ist der Drosselrohrsänger anzutreffen.

Von den rund zwanzig in Bayern auftretenden Amphibienarten konnten acht im Osterseengebiet beobachtet werden, davon sind vier gefährdete Arten. Neben Laub-, Gras- und Wasserfröschen sind kleinere Bestände von Bergmolch, Erdkröte und Gelbbauchunke existent. Letztgenannte zeigt bei Gefahr ihre auffällige Unterseite. Die Amphibienbiotope sind als hochwertig einzustufen, weil Überwinterungsplätze, Laichorte und Sommerlebensräume so nahe beieinander liegen.

 Im Naturschutzgebiet kommen vier Reptilienarten vor: Blindschleiche, Berg- und Zauneidechse; und die Kreuzotter ist sogar weit verbreitet. Deshalb an dieser Stelle die Warnung: Moore, Wiesen und Ufersäume "von den offiziellen Badestellen abgesehen" vorsichtshalber nicht betreten! 

Auch die Insektenfauna ist außerordentlich vielfältig. Von den hier vorkommenden Tagfalterarten gehören Moor-Wiesenvögelchen und Abbiss-Scheckenfalter zu den in Deutschland stark gefährdeten. Bei den anzutreffenden Libellenarten sind einige in der Roten Liste aufgeführt. Besondere Beachtung verdient die Sibirische Winterlibelle, die als Relikt aus der Eiszeit gilt. Mehr als 50 Wasserkäferarten wurden darüber hinaus gezählt; bei den Köcherfliegenarten finden sich sogar einige, die in anderen Gebieten Bayerns nicht oder nur sehr selten gesichtet wurden.

 

 

Der Wald

Etwa ein Drittel der Gesamtfläche der Gemeinde Iffeldorf ist bewaldet. In der durch die Eiszeit geprägten Osterseenlandschaft entwickelten sich Waldgesellschaften, die sich zum Teil von den im Alpenvorland ansonsten dominierenden Buchen-Tannen-Fichtenwäldern unterscheiden.

Charakteristisch für das Naturschutzgebiet Osterseen ist der Wechsel  zwischen feuchten und relativ trockenen Standorten mit unterschiedlichem Nährstoffangebot. Mal herrschen Laubmischwälder, mal Kiefernbestände vor. Waldbauliche Maßnahmen und angepasster Wildbestand begünstigen im Gemeindegebiet die artenreiche Naturverjüngung.

Bruchwälder, von mittelhochdeutsch "bruoch" = Sumpf, kommen auf Böden mit nahezu ganzjährig hohem Grundwasserspiegel vor. Sie bestimmen die Ufervegetation des Bodenbaches, Erlen-Eschen-Wälder wachsen an Seeufersäumen und Verlandungszonen.

In den Hochmoorbereichen wächst die Spirke (Moorkiefer); Spirken sind Relikte aus der Nacheiszeit. Farbige Akzente an den Waldstandorten setzen vor allem Blütenpflanzen. Im Frühjahr bedecken den Boden ganze Teppiche von weißen Märzenbechern, blauen Leberblümchen und gelbem Scharbockskraut. Später blühen Orchideen: Nestwurz, Waldhyazinthe, Weißes Waldvögelein, Braunrote und Violette Stendelwurz und vereinzelt Frauenschuh. Häufig ist die zarte Ästige Graslilie anzutreffen.

Die Bayerntour zu Gast in Iffeldorf

Eine Sendung mit Carolin Reiber über die Osterseen, Umgebung, den schönsten Ecken und deren Menschen. Hier geht es um "Bayern fühlen", Bayern erleben" und "Bayern spüren".

                 

Die Themen der Osterseen-Bayerntour:
Die Osterseen: Ein geschütztes Paradies für Mensch und Natur
Der "Hias" und das Brauchtum: Bayerns wichtigster Kalendermacher
Das Unidorf: Studentenleben und Forschung an den Osterseen
Vom Bauern zum Kameltreiber: Familie Süß und das Gut Aiderbichl
Die Maffeis: Eine ungewöhnliche bayerische Familie
Inspiration Heimat: Der Filmemacher Walter Steffen
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