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Iffeldorf – eine FairTrade-Gemeinde

Was ist eine FairTrade-Gemeinde?

Die Kampagne FairTrade-Gemeinde vernetzt erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft und fördert den fairen Handel auf kommunaler Ebene.

Am 2. Oktober 2016 bekam die Gemeinde Iffeldorf – als 99. Kommune in Bayern und vierte im Landkreis – in einer kleinen Feierstunde den Titel FairTrade-Gemeinde verliehen.

Was FairTrade will

Mit FairTrade wird kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte ein von den einzelnen FairTrade-Organisationen bestimmter „Mindestpreis“ bezahlt wird. Durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen wird so Hilfe zur Selbsthilfe in Entwicklungs- und Schwellenländern geleistet. Dabei hat sich FairTrade ganz allgemein fünf Ziele gesetzt: Den Klimawandel günstig beeinflussen, Kinder­arbeit verbieten, Geschlechtergerechtigkeit herstellen, Arbeiterrechte stärken, Kleinbauern fördern.

Mit der weltweiten Kampagne FairTrade Towns soll sichtbar gemacht werden, dass jeder und jede dafür Sorge tragen kann, dass der faire Handel in der eigenen Gemeinde aufblüht. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden gegen die Armut in den Ländern des Südens und für eine gerechtere Gestaltung des globalen Welthandels.

FairTrade-Urkunde. Thomas Welzmüller, Hans Lang, Ojo Samson, Frauke Dekinger, Klaus Weis, Robert Greil, Hubert Kroiß und Heiner Grupp (von links) präsentieren stolz die Urkunde.

Wie ist Iffeldorf FairTrade-Gemeinde geworden? Um den Titel einer FairTrade-Gemeinde zu bekommen, mussten verschiedene Kriterien erfüllt werden:

Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Ober-/Bürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt. Dieser Gemeinderatsbeschluss zur Teil­nahme an der Kampagne erfolgte im März 2015.

Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Die Steuerungsgruppe in Iffeldorf besteht derzeit aus neun aktiven Mitgliedern I.Künstler, H.Grupp, H.Lang, K.Weiß, T.Welzmüller,               R.Greil (Sprecher) und J. Brandl und trifft sich alle zwei Monate, um weitere kleine Projekte zu planen.

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Richtwert ist hier die Einwohnerzahl der Kommune.

Derzeit führen die Blumenlounge, die Tankstelle Greil, das Café Hofmark und der EDEKA-Markt einige FairTrade-Produkte.

Als Gastronomiebetriebe bieten das TSV-Sportstüberl und der Kiosk Seemadams FairTrade-Produkte an.

Produkte aus fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt. FairTrade-Beteiligung der Zivilgesellschaft: Hier beteiligt sich die Pfarrei St.Vitus, die Grundschule und das Haus für Kinder mit im Boot, indem sie FairTrade-Erzeugnisse verwenden. Auch Vereine wie der TSV, die Nachbarschaftshilfe und die Solidarität (Rollkunstlauf) orientieren sich am FairTrade-Gedanken.

Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg  zur Fairtrade-Town.

Mit Informationsflyern, Pressemitteilungen oder Zeitungsartikeln ist die Iffeldorfer Steuerungsgruppe in der Öffentlichkeit präsent.

Wie geht es weiter?

Auch weiterhin möchte die Steuergruppe die Iffeldorfer Bevölkerung immer wieder mit dem Thema Fairer Handel konfrontieren und so das Bewusstsein für unsere Verantwortung gegenüber den Schwellen- und Entwicklungsländern schärfen. So planen wir, zusammen mit den Sportvereinen im Rahmen des Möglichen faire Sportkleidung einzukaufen. Wir werden außerdem versuchen, noch mehr Gewerbe- und Gastronomiebetriebe mit in das faire Boot zu holen…

Sie sehen:

Es gibt viel zu tun! Und mit Ihrer aller Hilfe werden wir am Ball bleiben und den FairTrade-Gedanken in Iffeldorf weiter verbreiten.