Zur Geschichte

Iffeldorf ist erstmals Anfang bzw. Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich genannt in den Traditionen der Klöster St. Ulrich und Afra in Augsburg sowie im Chronicon Benedictorum. In verschiedenen Urkunden erscheint der Ortsname in den Formen Uphelendorf und Uffilindorf. Die Bezeichnung deutet darauf hin, dass die Siedlung durch Angehörige der Sippe Uffo gegründet wurde.

Die Herren von Iffeldorf, die zur Gefolgschaft der Grafen von Andechs gehörten, setzten sich um 1200 in den Grafen von Eschenlohe fort. Sie hatten Besitzungen um Iffeldorf, besaßen die Burg Lichteneck bei Aidling sowie die Gebiete um Murnau und Eschenlohe bis Garmisch.

Iffeldorf war eine Hofmark im Besitz der Mochfreien von Iffeldorf und späteren Grafen von Eschenlohe und fiel Ende des 12. Jahrhunderts an die Herren von Seefeld-Peißenberg.

1385 wurde zum ersten Mal das Geschlecht der Höhenkirchner in Iffeldorf urkundlich erwähnt, ein Geschlecht, das auch die Hofmark Königsdorf besitzt. Ihr Schloss befand sich auf dem Grund der heutigen Schule.

1653 wurde die Hofmark an das Kloster Wessobrunn veräußert.

1698 verheerte ein Brand den Ort. Dabei wurde auch die Pfarrkirche ein Opfer der Flammen.

Als 1803 mit der Säkularisation die Auflösung der geistlichen Reichsstände verfügt wurde, fiel auch die Hofmark der Enteignung zum Opfer und gelangte unter die Oberhoheit des Staates.


Iffeldorf Heute

Iffeldorf, mit 2.500 Einwohner, 603 m HN, umfasst eine Fläche von 2.760,7 ha und liegt am Rande der Osterseen, einer Seenkette mit 19 Einzelgewässern, die bis Seeshaupt reicht. Das 1981 unter Landschafts- und Naturschutz gestellte Osterseengebiet wurde in der Zeit des Eiszerfalls geformt.

Die Gegend ist eine der reizvollsten des bayerischen Oberlandes. Iffeldorf bietet sich als idealer Ferienort an für alle, die im schönen Voralpenland Ruhe und Erholung suchen. Zahlreiche markierte Wanderwege sind vorhanden. Durch den Ort führt der Fernwanderweg „Prälatenweg" und der Fernradweg "Prälatenroute".

Iffeldorf bietet vielseitige sportliche Möglichkeiten und hat eine rege Vereinstätigkeit. Mit der "Golfanlage Iffeldorf" und dem „Golfclub e.V. St. Eurach" gibt es in der Gemeinde zwei wunderschöne Golfplätze in herrlicher Landschaft. Zusammen mit Seeshaupt bildet Iffeldorf seit 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft, die ihren Sitz in Seeshaupt hat.

Auf einem Hügel am Ostrand des Ortes grüßt die Heuwinklkapelle weit ins Land. Neu restauriert ist sie eine der sakralen Juwelen des Pfaffenwinkels und unbedingt einen Besuch wert. Die Kapelle gehört zu den Kostbarkeiten barocker Baukunst; bereits 1698 vom Wessobrunner Baumeister Johann Schmuzer im Auftrage des Klosters Wessobrunn erbaut. Auch die Pfarrkirche St. Vitus in der Ortsmitte ist von Wessobrunner Meistern mit kostbarem, zarten Rokokostuckversehen.

Über das deutsch-französische Jugendwerk kam 1966 eine Gruppe Jugendlicher aus Iffeldorf in Begleitung ihres Pfarrers, Herrn Schneider, zu einem dreitägigen Aufenthalt nach Chateaubourg in die Bretagne. Im Laufe der Zeit wurden freundschaftliche Bande zwischen verschiedenen Gruppen, Vereinen und Privatpersonen geknüpft, so dass gemeinsam beschlossen wurde, eine deutsch-französische Partnerschaft ins Leben zu rufen, die am 20. Mai 1982 offiziell besiegelt wurde. Seither werden die Kontakte auf Schul-, Vereins- und Freundschaftsebene regelmäßig gepflegt.

Iffeldorf hat sehr gute Verkehrsanbindungen: Autobahnaus­fahrt Penzberg/Iffeldorf der A 95 München - Garmisch; Bundesbahnhaltestelle Iffeldorf der Strecke München - Tutzing -Kochel am See.